Deutscher Pinscher

Deutscher Pinscher Über die genaue Herkunft des Deutschen Pinschers weiß man wenig. Bereits seit dem vorletzten Jahrhundert wird darüber gestritten, ob Pinscher und Schnauzer von englischen Terriern abstammen oder umgekehrt. Fest steht jedoch, dass sich die Pinscher seit Beginn der Rassehundezucht in Deutschland vor rund 100 Jahren kaum verändert haben. Pinscher wurden gerne zur Vertilgung von Ratten und Mäusen gehalten und waren als Stall- und Kutschenhunde um 1900 auf bald jedem Hof anzutreffen. Daher stammen auch Lokalbezeichnungen wie "Stallpinscher" und "Rattler".
 
Größere, rauhaarige Pinscher spielten bei den Fuhrleuten eine wichtige Rolle. Solange der Pinscher auf dem Fuhrwerk saß, konnten die Kutscher ruhig abwesend sein. Es wagte niemand Pferd und Wagen anzurühren. Hier erfüllten Spitz und Pinscher dieselbe Funktion, für die Ausdauer und unermüdliche Wachsamkeit notwendig sind. Beim Deutschen Pinscher sind heute noch etwa 40 Hündinnen erfasst.
 
Pinscher sind selbständige, selbstbewusste Persönlichkeiten. Sie brauchen den Familienanschluss und wollen überall dabei sein. Pinscher sind anpassungsfähige, vielseitige und „praktische„ Rassen, die zu Unrecht vergessen werden und sicherlich auf zahlreichen Bauernhöfe und in Familien begeistern können. Im Verein für Deutsche Spitze e.V. und im Pinscher und Schnauzer Klub 1895 e.V. werden diese beiden Rassen seit vielen Jahren züchterisch betreut.
Text: Christel Simantke, Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)

Was übrigens das Wort "Zwinger" anbelangt, so ist das in der Hundezucht einfach das übliche Wort für Zuchtstätte. Richtige Zwinger, also ein von Eisen und Draht umschlossenes Gehege, meist weitab von der menschlichen Behausung wären für die Pinscher eine Unterbringung, wie sie ungeeigneter nicht sein könnte. Pinscher verlangen zur vollständigen Entfaltung ihrer vielfältigen Fähigkeiten katagorisch nach einer Haltung in Haus und Familie. Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit.